Stücke

Bekannte Stücke

Orestie (Aischylos)
"Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie. Die Mutter von Iphigenie Klytaimnestra tötet deshalb ihren Mann Agamemnon und dessen Geliebte Kassandra. Der Sohn Orestes tötet daraufhin seine Mutter Klytaimnestra und deren Geliebten Aigisthos. Orestes - und das ist neu - wird dafür nicht mit dem Tod bestraft und der Fluch der Familie wird durchbrochen" [5].

Ödipus (Sophokles)
Aufgrund eines Orakels, das prophezeit hat, er werde durch seinen eigenen Sohn sterben, setzt Laios den späteren thebanischen König Ödipus als Kind aus. Später weissagt ein anderes Orakel Ödipus, er werde seinen Vater erschlagen und mit seiner Mutter in Schande leben. Daraufhin verlässt er Polybos und Merope, den korinthischen König und dessen Frau, die ihn als Sohn aufgezogen haben. Auf seiner Wanderung trifft er an einer Wegkreuzung auf Laïos und dessen Begleiter, es kommt zum Kampf zwischen Laïos und ihm und Laïos verliert sein Leben. Als er nach Theben kommt, verliebt er sich in die Königin, nicht wissend, dass es seine Mutter ist. Als eine schreckliche Pest das Land heimsucht entdeckt Ödipus, welche Geißel ihm die Götter auferlegt haben und sticht sich selbst die Augen aus [3].

Medea (Euripides)
"Die Tragödie „Medea“ des Euripides (5. Jh. v. Chr.) beginnt erst nach ihrer Flucht nach Korinth. Medea und Jason haben zwei gemeinsame Söhne. Jason ist ihr untreu geworden und hat die Tochter des Königs Kreon geheiratet. Medea fühlt sich in Liebe und Ehre gekränkt und beschließt, sich an Jason zu rächen. Nachdem sie zu Beginn der Handlung sehr emotional reagiert und sich ihrem Schmerz hingibt, entwirft sie anschließend ihren rationalen und detaillierten Racheplan.Sie schickt der Königstochter als Hochzeitsgeschenk ein vergiftetes Kleid und ein vergiftetes Diadem. Durch diese tödlichen Geschenke sterben die Königstochter und der ihr zu Hilfe eilende Vater. Anschließend tötet Medea ihre Söhne, um Jason noch tiefer zu treffen. Nach dieser Tat flieht Medea auf einem mit Drachen bespannten Wagen, den ihr der Sonnengott Helios (ihr Großvater) geschickt hat, zum König Athens, dessen Asyl sie sich zuvor erbeten hat" [5].

Lysistrata (Aristophanes)
"Das Stück thematisiert den Kampf einiger Frauen gegen die Männer als Verursacher von Krieg und den damit verbundenen Leiden. Getragen von dieser Erkenntnis verschwören sich die Frauen Athens und Spartas, um den Frieden zu erzwingen. Sie besetzen unter Führung der Titelheldin Lysistrata die Akropolis und verweigern sich fortan sexuell gegenüber ihren Gatten. In Sparta wird durch Lampito ähnliches veranlasst. Nach einigen Verwicklungen und Rückschritten - mehrfach versuchen liebestolle Frauen, die Burg in Richtung der Männer zu verlassen, oder die erbosten Herren, selbige zu erstürmen - führt der Liebesentzug tatsächlich zum Erfolg" [5].

 Wolken (Aristophanes)
"Der Großbauer Strepsiades ist in Schwierigkeiten. Der Termin, an dem er seine Schulden zurückzahlen muss, rückt näher. Schuld an der finanziellen Misere ist sein Sohn Pheidippides, ein Pferdenarr, der ein verschwenderisches Leben führt. In der Nacht, als der Bauer sich schlaflos herumwälzt, kommt ihm die rettende Idee: Er möchte seinen Sohn in die Denkerwerkstatt des Sokrates schicken, auf dass er dort geschickt reden lerne, um den Bauern aus allen Prozessen siegreich hervorgehen zu lassen. Doch Pheidippides weigert sich. Also muss der senile Bauer selbst zur Tat schreiten und wird daraufhin Sokrates’ Schüler. Sokrates ruft die Wolken, die als himmlischer Chor auftreten, um den neuen Schüler einzuweihen.Schnell stellt sich aber heraus, dass Strepsiades zu nichts zu gebrauchen ist, wütend schickt ihn Sokrates weg. Die Wolken raten ihm, seinen Sohn in Sokrates Obhut zu geben. Diesmal gelingt es ihm auch, ihn dazu zu überreden. Als Pheidippides mit seiner Lehre fertig ist, ist der Zahltag schon gekommen. Wüst vertreibt er seine Gläubiger und freut sich schon siegessicher auf die bevorstehenden Prozesse. Aber das Gelernte hat auch seine Schattenseiten, wie der Bauer feststellen muss, als sein Sohn ihn aus einem Streit heraus zu prügeln beginnt. Strepsiades erkennt am Schluss doch die Verwerflichkeit des Sokrates und seiner 'Denkerbude' und zündet sie an" [5].