Komödien

 

So wie die Tragödie die Verfehlungen der Mächtigen wie der Könige oder der Helden aus den Mythen thematisierte, so beschäftigte sich die Komödie mit dem Leben und Leiden der kleinen Leute der polis [3].

Die Schauspieler der Komödie trugen als Gewänder ein enganliegendes, fleischfarbenes (Haut symbolisierendes) Trikot, das an Bauch und Gesäß ausgestopft war, um den Personen ein witziges Aussehen zu verleihen. Darüber trugen die männlichen Personen ein kurzes Gewand oder einen kleinen Mantel [9]. 

"Komödien wurden als Einzelstücke aufgeführt und waren mit ihrer gnadenlosen, derben Verhöhnung von Bürgern und Politikern eindeutig zeitgenössisch. Erhalten sind elf Stücke von Aristophanes vom Ende des 5. Jahrhunderts und große Teile von vier Stücken Menanders aus dem 4. Jahrhundert" [2].

 

Aristophanes

(445 – 388 v. Chr.) ist der wichtigste Vertreter der sogenanten "Alten" Komödie [6]. Die Probleme des täglichen Lebens werden von ihrer lustigen Seite her betrachtet. In der Komödie „Wolken“ nimmt er z.B. die Sophisten aufs Korn. In „Lysistrata“ bewegen die Frauen ihre Männer zum Friedensschluss [3].

Stücke: Wolken, Die Ritter, Die Wespen, Lysistrata

 

Menandros

(342/341 bis 2
92/291 v. Chr.), auch Menander genannt, führt bürgerliche Themen in die Komödie ein.  Im Mittelpunkt stehen Menschen der Athener Mittelschicht mit ihren Sorgen und Nöten. Er gilt als bedeutendster Dichter der "Neuen" Komödie [6].

Statt großer Themen wie Krieg, Frieden oder Erziehung geht es um private Interessen. Er malt ein treffendes Bild der Charaktere und ihrer Liebesbeziehungen. Sein Werk übte großem Einfluss auf die die römische Komödie aus [3]. Menander verfasste 109 Komödien, davon sind 96 dem Titel nach bekannt, aber nur ein einziges Stück ist komplett erhalten. Verglichen mit den Dichtern aus dem 5. Jhdt. wurde Menander somit viel schlechter überliefert. Die Gelehrten tradierten Menander nicht über das Ende der Antike hinaus; alle bekannten Werke oder Fragmente gehen auf in Ägypten gefundene Papyrii zurück [6].

Stücke: Dyskolos

Bilder: [5]