Bauweise

Bauweise

Ursprünglich war das Theater nur ein Platz, um den sich die Zuschauer versammelten. Später wurde daraus ein trapez-oder kreisförmiger Raum. Ab dem 5 Jh. v. Chr. wurde mit Stein gebaut, viele Theater sind noch heute erhalten. Es gab damals schon Platzkarten aus Bronze, damit man seinen Sitzplatz besser fand. Auf  der großen kreisrunden ebenen Fläche vor den Sitzreihen, der orchestra, stand oder tanzte der Chor und kommentierte das Geschehen, und da das antike Drama aus Chortänzen entstanden ist, ist dies auch der älteste Platz. Das Publikum saß im so genannten koilon, das in einen natürlichen Hang gebaut wurde, also absteigend verlief. Dies führte zu einer hervorragenden Akustik, so dass die geschulten Schauspieler bis in die hintersten Reihen zu hören waren. Die horizontalen Korridore im Zuschauerbereich nannte man diazoma. Es gab auch Ehrensitze für hohe Beamte, die sogenannten prohedriai. Hinter der orchestra wurde die Bühne durch die skene erweitert: die Skene ist ein hölzernes Podest, das sich bald zu einem Steingebäude entwickelte, in dem die Schauspieler die Möglichkeit hatten, sich auf den Auftritt vorzubereiten und sich danach wieder zurückzuziehen oder zu verstecken, wenn sie mal nicht gesehen werden sollten. Zwischen skene und orchestra befand sich das proskenon, wo der Schauspieler seine Vorstellung gab. Auch hier arbeitete man zuerst mit Holz, später wurde daraus eine bis zu 3m hohe Steinplattform. An ihrem Fuße lag ein Graben, aus dem die für das Schauspiel benötigten Requisiten hervorgeholt werden konnten [1,3,9].

Das Theater lag meist im Tempelbezirk, der entweder innerhalb oder außerhalb der Stadt lag. Ruinen der Theater finden sich noch heute z.B. in Athen, Epidauros und Dodona.

 Bild: eigenes Bild